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Geschichte

Im normalen niederländischen Sprachgebrauch sagt man meist Den Bosch, aber der offizielle niederländische Name der Stadt ist ’s-Hertogenbosch, was ’Wald des Herzogs’ bedeutet. Dieser Herzog war Heinrich I von Brabant, der im Jahr 1185 die Stadtrechte und die dazugehörenden Handelsprivilegien verlieh.

Früher wurden zum Schutz vor fremden Armeen und Plünderern rund um viele Städte hohe Mauern errichtet, später auch Erdwälle und Bastionen angelegt. In ’s-Hertogenbosch sind noch große Teile dieser Befestigungsanslagen zu sehen. Aus gutem Grund gehört ’s-Hertogenbosch einem Kooperationsverband von Festungsstädten in den Niederlanden an, der für den kulturhistorischen Reichtum dieser Städte wirbt.

Der älteste Platz im Herzen von ’s-Hertogenbosch ist der dreieckige Markt. Um diesen Platz herum befand sich die älteste Maueranlage. Von hier verteidigten die Einwohner von ’s-Hertogenbosch ihre Stadt, die jahrhundertelang als nahezu uneinnehmbare Festung galt. Da sie außerdem in einer sumpfigen Umgebung lag, nämlich im Mündungsgebiet der Flüßchen Aa und Dommel, erwarb sich die Stadt den heroischen Ehrennamen ‘unüberwindbarer Sumpfdrachen’.

Innerhalb der Stadtmauern hat ’s-Hertogenbosch seine mittelalterliche Struktur zu einem großen Teil erhalten. Die aus der Spätgotik stammende Sankt-Johannes-Kathedrale, das klassizistische Rathaus und das älteste aus Backsteinen erbaute Haus De Moriaan erinnern ebenso wie die vielen gewundenen, winkeligen Gassen mit Lagerhäusern und Kaufmannswohnungen an lange verflossene Zeiten.

In den vergangenen Jahrhunderten konnte ’s-Hertogenbosch Angriffe aus Holland und Gelderland, aus dem hohen Norden und aus dem mit den Spaniern verbündeten Süden abwehren. Seit 1815 ist ’s-Hertogenbosch die politische und kulturelle Hauptstadt der Provinz Nordbrabant. Die Stadt ist im Laufe ihrer Geschichte erheblich gewachsen. Zur Gemeinde ’s-Hertogenbosch gehören heutzutage außer der Stadt selbst auch Rosmalen, Bokhoven, Empel und Engelen. Zur Zeit erlebt die Stadt einen sprudelnden Aufschwung, der in den zahlreichen Neubauten, Restaurationen alter Gebäude und in der lebendigen kulturellen Szene zum Ausdruck kommt.

Jheronimus Bosch

Der Maler Jheronimus Bosch lebte von etwa 1450 bis 1516, aber niemand weiß, wer er in Wirklichkeit war. Viele Geschichten sind über ihn erzählt worden; so wird er als ketzerischer Nacktläufer beschrieben; er wird verdächtigt, Mitglied der Sekte von Jacob van Almaengien gewesen zu sein; er wird als Surrealist bezeichnet; er wird als Leidender an sexuellen Obsessionen abgestempelt; er wird als Alchemist anerkannt und die meist verbreitete Auffassung ist, dass er ein Satiriker und Moralist war. Weltweit gibt es etwa 25 Gemälde, die von Historikern als echter Bosch anerkannt werden.

Jheronimus Bosch wurde in ´s-Hertogenbosch geboren. Er wohnte und arbeitete hier bis zu seinem Tod in 1516. Die Stadt hält die Geschichte dieses berühmten Malers in Ehren. Am Markt treffen Sie auf eine Statue von ihm.

Am Markt finden Sie auch sein Gerburtshaus und den Platz, wo er Jahre lang mit seiner Frau – Aleit Goyarts van de Meervenne – lebte. Ohne Zweifel ist die Darstellung seiner Arbeit von den Objekten um ihn herum ziemlich inspiriert worden, wie das mehrfach dargestellte Stadtflüsschen „Diest“ (de Binnendieze). In der immer noch vorhandenen Schilderstraat wohnte der Vater von Aleit van de Meervenne. Hinter der Schilderstraat war die Schule der „Broeders van het Gemene Leven“, wo Bosch zur Schule ging.

Bosch war kein Ketzer, aber eher ein religiöser Künstler, der die wichtigen Werte seiner Zeit, wie Glaube, Unsicherheit, Angst, Aberglaube und Dummheit in seiner Kunstarbeit darstellte. Bosch war ein

 


geschworenes Mitglied der Bruderschaft „Illustre Lieve Vrouw Broederschap.“ Diese Bruderschaft, die in 1318 gegründet wurde, besteht heute noch und widmet sich der Marienverehrung und der caritativen Arbeit. Viele Kirchenvertreter und Intellektuelle, darunter auch Mitglieder des Königshauses von heute, waren und sind noch als Mitglieder dieser Bruderschaft eingetragen. Das Zwanenbroederhuis ist von jeher der Platz, wo die Brüder sich getroffen haben. Das aus dem 14. Jahrhundert stammende Bruderschaftshaus wurde im 19. Jahrhundert durch den heutigen neogotischen Bau ersetzt. Ein kleiner Ausstellungsraum mit der Exposition von herrlich dekorierten mittelalterlichen Musikbüchern und ein Fragment aus dem Totenbuch, in dem der Tod und das Ableben von Bosch in 1516 festgehalten ist, sind Teile der anwesenden Ausstellungsstücke.

Bosch muss eine wichtige Aufgabe in der Stadt verkörpert haben. In der Sint Jans-Kathedrale sind Wandgemälde, die durch den Vater (Anthonie van Aken) der Familie Bosch angefertigt wurden, und ein Fragment von einem Denkspiel anzutreffen, an dem Bosch angeblich mitgearbeitet haben soll.

Boot fahren in der Begegnungsstadt ’s-Hertogenbosch...

BOOTSFAHRT ÜBER „DE DOMMEL“
Sie fahren mit der Reederei Wolthuis auf „de Dommel“ entlang Festungsmauern, der Zitadelle und entlang diversen Bastionen. Während der Fahrt können Sie brabantische Leckereien und Mahlzeiten genießen.

Die Festungsstadt ’s-Hertogenbosch...

In 1185 erhielt ´s-Hertogenbosch die Stadtrechte. Seit dem ist die Stadt mehrere Male aus ihrem „Jäckchen“ gewachsen. Die Stadt wird an vielen Plätzen über ihre berühmte Festungsvergangenheit erinnert. Die heutigen Stadtmauern und Bastionen der Festung ´s-Hertogenbosch mit ihrer Zitadelle datieren aus dem 16. und 17. Jahrhundert und sind immer noch intakt geblieben!

CITADEL
Das Festungswerk, die Zitadelle, eine fünfeckige Verschanzung mit gekennzeichneten Bastionen wurde in 1637 im nördlichen Bereich von ´s-Hertogenbosch, wo „de Dommel“ und „de Aa“ in die „Dieze“ zusammenfließen, gebaut. Im vollrestaurierten Komplex ist zurzeit das Reichsarchiv untergebracht.

Historische Kultur in ’s-Hertogenbosch...
Historische Kultur finden Sie auf den Bosschen Straßen, in Museen und im Handwerk. Lassen Sie sich von der Festungsstadt überraschen.

KATHEDRALE/BASILIKA SINT JAN UND MUSEUM „DE BOUWLOODS“
Die Sint Jan-Kathedrale ist eines der am meist interessantesten kulturhistorischen Bauwerke in den Niederlanden. Diese spätgotische Kreuzbasilika ist zwischen 1380 und 1530 gebaut und im Zeitraum 1975 bis 1985 ausführlich restauriert worden. Mit der großen Zahl an Bildhauerarbeiten ist die Sint Jan-Kathedrale eines der meist dekorierten Bauwerke in den Niederlanden. Anschließend besuchen Sie das Baumuseum der Sint Jans-Kathedrale „de Bouwloods“. Hier ist die Geschichte des Baus und der Restaurierung der Kathedrale zu sehen. Typisch für die Sint Jans-Kathedrale sind die Luftbogenfiguren oder „hemelbestormers” (Himmelsstürmer): nirgendwo anders kommen die gleichen Figuren vor.


SINT-JANS-TÜRME
Sie können die 73 m hohen Türme der Sint Jans-Kathedrale erklimmen. Sie besuchen u. a. das Glockenspiel und eine Ausstellung über die Geschichte des Baus und der Restaurierung der Türme. An Hand einer Videopräsentation lernen Sie alles über das Handwerk des Glockengießens kennen. Schließlich werden Sie mit einer phantastischen Aussicht der herrlich dekorierten Kathedrale und der launenhaften Konturen der Innenstadt belohnt.

 

STADHUIS (RATHAUS)
Eine Führung zeigt Ihnen das Bossche Rathaus, ein im klassischen Barockstil hochgezogenes Gebäude. Mit seinem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Ritterspiel, dem prächtigen Ratssaal, wo Kobolde aus dem 17. Jahrhundert hängen, und mit der eindruckerweckenden Halle ist das Rathaus eines von den meist besonderen Monumenten von `s-Hertogenbosch.

NOORDBRABANTS MUSEUM
Im ehemaligen Regierungspalast aus dem 18. Jahrhundert finden Sie eine reiche chronologische Sammlung, die die Kultur, Geschichte und die bildende Kunst der Süd-Niederlanden von den prehistorischen bis zur heutigen Zeit zeigt. Zusätzlich gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit Wechselausstellungen, mit einem Modell der alten Stadt ´s-Hertogenbosch und einer Multimediaschau. Auch der Skulpturengarten ist einen Besuch wert.

JHERONIMUS BOSCH ART CENTER
Der berühmteste Sohn der Stadt ’s-Hertogenbosch ist wieder zu Hause! Im mittelalterlichen Zentrum der Brabanter Hauptstadt, wo Jeroen Bosch geboren wurde, aufwuchs und seine Ausbildung bekam, hat das Jheronimus Bosch Art Center seinen Sitz. In einem stilvollen Komplex, der sich aus einer ehemaligen Kirche und ihrer Nebengebäude zusammensetzt, wird auf unterschiedliche Weise Leben, Gedankengut und Werk dieses religiösen Künstlers präsentiert. Jung und alt, Kunstliebhaber und Kunstkenner, Bewohner und Tourist: Jeder kann sich dort am Erbe von Bosch erfreuen. Besonders interessant ist die 40 Meter hohe Aussicht über die Stadt.

OETELDONKS GEMINTENUZEJUM
Dieses Museum widmet sich als einziges in den Niederlanden ganz dem Karneval. Es sind allerlei Artikel zu sehen, wie Karnevalswagen, Malereien, Kopfbedeckungen, Orden, die im Laufe der Zeit u. a. in Süd-Amerika, Asien, in den umliegenden europäischen Ländern und in den Niederlanden entworfen wurden.

ZWANENBROEDERHUIS
Mehr als nur einen Besuch wert: das neogotische Zwanenbroederhuis, das Bruderschaftshaus der „Illustre Lieve Vrouw Broederschap.“ Der berühmte Maler, Jeroen Bosch, war ein Mitglied dieser Bruderschaft. Auch heute noch sind Mitglieder der königlichen Familie in der Bruderschaft vertreten. Hier finden Sie u. a. sehr umfangreiche Archivmaterialien und einzigartige Musikbücher.

PROVINCIEHUIS
Das durch Hugh Maaskant entworfene Brabantse Provinciehuis beherbergt eine internationale Kunstsammlung, darunter auch Wandbekleidungen von Magdalena Abakanowicz und Sheila Hicks. Eine Führung entlang Kunstwerken von Karel Appel, Corneille und natürlich der berühmten bronzenen Tür des Provinzsaals ist auch möglich.


Gesellig essen und einkaufen in ’s-Hertogenbosch...
Es lässt sich schön und gesellig in den alten kleinen Straßen einkaufen. Kommen Sie „Bossche Bollen“ essen, dinieren Sie in mittelalterlichen Ambienten, oder machen Sie sich auf den Weg durch das tosende Nachtleben. Falls Sie warten müssen, bestellen Sie einfach ein Bierchen, denn der bossche Einwohner würde das genauso machen. Zwischenzeitlich sucht er das Gespräch mit Ihnen und gibt Ihnen einige Tipps, was Sie während Ihres Aufenthaltes unbedingt sehen sollten.


Für weitere Information...

Regio-VVV Meierij & Noordoost-Brabant
Markt 77/Postbus 1039
5200 BA ’s-Hertogenbosch
Presseinformation: (073) 613 19 10
Allgemeine Information: (0900) 11 22 33 4 (€ 0,50 pro Minute)
Fax.: 073-6128930
E-mail: info@regio-vvv.nl
Internet: www.regio-vvv.nl / www.vvvdenbosch.nl
 

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